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Pickert Party

Nichts war 2020 normal. Normal wäre es gewesen meine Mutter zu besuchen. Der Besuch in meiner alten Heimat war bisher …
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Die Videokonferenz

Homeoffice und kein Ende des Lockdown in Sicht. Die Einsamkeit im Homeoffice wird gelegentlich durch eine Videokonferenz abgelöst. Aber was …
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Berlin

Ich hatte endlich die Gelegenheit wieder einmal nach Berlin zu reisen.
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Ein neues Medium …

Claudias Blog Site soll so etwas wie mein Online Tagebuch werden. Aber vielleicht auch eine Ergänzung meines Buches „Mein langer Weg …
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Der Traum

Meine Arbeit nahm kein Ende, es war bereits lange nach Mitternacht, als ich mich endlich schlafen legte. Mit dem Ärger …
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Stromlos

Vor zwei Tagen lang ein Zettel im Briefkasten, dass der Strom ⚡ von 10 bis 16 Uhr abgeschaltet wird. Weil …
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Berlin

Ich hatte endlich die Gelegenheit wieder einmal nach Berlin zu reisen. „Endlich“, weil der Grund ein Seminar war, dass bereits vor einem Jahr geplant war, aber wegen Corona storniert wurde.😒

Mein Geburtstag

Wie es der Zufall wollte, startete die Reise ausgerechnet an meinem Geburtstag. Um kurz vor 9 Uhr holte mich ein Taxi vor der Haustür ab. Die Taxifahrerin erwähnte, dass es bis zu 30 Grad warm werden soll. Ich hatte mich wohl zu warm gekleidet.😮

Am Münchner Hauptbahnhof wollte ich auf dem Bahnsteig ein Selfie machen, dabei bekam ich das erste Mal den starken Wind zu spüren, der mir in den nächsten Tagen die Freude verderben sollte.

Die Fahrt mit dem ICE verlief fast planmäßig, abgesehen davon, dass der Zug ewig lange nicht in den Berliner Hauptbahnhof einfahren könnte. Im Hauptbahnhof gab es gefühlt endlos viele Rolltreppen, ich musste hoch bis zur S-Bahn.

Auf der Fahrt mit der S-Bahn fiel mir das im Vergleich zur Münchner S-Bahn heftige Rumpeln und Quietschen auf. Interessant war jedoch die Aussicht aus der S-Bahn, wie zum Beispiel auf den Alexanderplatz. Vom Ostbahnhof hatte ich mit meinem Rollkoffer etwa 10 Minuten bis zum Hotel in der Köpenicker Straße. Dabei war ich geschockt vom Müll, der neben dem Gehweg lag. Es waren offensichtlich die Überreste eines Camps. Ich war unübersehbar im berühmt berüchtigten Kreuzberg.😕

Der Hotelschock

Das Hotel verursachte bei mir einen richtigen Schock.

Ich habe schon viele Hotels erlebt, aber das hier war das absolut schrecklichste: ein 8 Stockwerke hoher scheußlicher Kasten. Und drinnen war es noch scheußlicher.

Ich hatte das Hotel gebucht, weil es von den Seminarveranstaltern empfohlen wurde und nur etwa 100 m vom Veranstaltungsort entfernt war. Der Preis war jedoch mit über 100€ pro Nacht ganz schön gesalzen, so dass etwas akzeptables erwarten konnte. Aber das ist Berlin.😞

Vor meiner Reise hatte ich fast tägelich eine Email vom Hotel erhalten, darin waren QR-Codes für das Check-In sowie für den Zugang zum Frühstücksraum enthalten. Das Online Check-In war erstens gar nicht möglich und die Automaten in der Rezeption für das „Fast Check In“ quittierten jeden Versuch der Benutzung mit der Meldung „Out of Order“.🙄 Also Anstehen am Check-In Schalter. Als ich an der Reihe war, wurde ich in einem unfreundlichen Ton zurück gewiesen, weil ich keinen Meldebogen ausgefüllt hatte. Welcher Meldebogen? Irgendwo stand ein unscheinbarer Tisch mit Formularen, jedoch gab es weit und breit keinen Hinweis darauf. Also mit ausgefüllten Meldebogen noch einmal am Check-In anstehen. Das Zimmer musste sofort gezahlt werden. Das Kartenterminal war nur mit verrenktem Arm hinter einer Glasscheibe erreichbar. Kein Wunder, dass es bei der Eingabe der PIN zu einem Fehler kam. Als Nachweis für das bezahlte Frühstück erhielt ich drei Chips, die aber später niemanden interessierten.

Mein Zimmer befand sich in der 7. Etage, also musste ich vor dem einzigen Fahrstuhl lange anstehen. Der Fahrstuhl war so gedrängt voll, dass niemand hätte umfallen konnen. Ich wäre jedoch fast beinahe vom langen Luftanhalten umgefallen, den niemand trug eine Maske. Corona lässt grüßen … 😷

Vor meiner Zimmertür hing ein Schild „frisch desinfiziert“. Ich dachte mir dabei, dass ein hygienisch sauberes Zimmer doch eigentlich eine Selbstverständlichkeit ist, offenbar nicht in diesem Hotel …😰

Nach dem Öffnen der Tür knallte diese an einen kleinen dahinter stehenden Tisch. Das Zimmer war so eng, dass man über das Bett steigen musste um das Fenster zu öffnen. Es gab weder einen Kleiderschrank, noch eine Garderobe. Wie eng das Bad war, dass muss ich hier eigentlich nicht weiter beschreiben. Obwohl ich relativ schlank bin, konnte ich mich nur mit dem Risiko von Hautabschürfungen in die Dusche quetschen.

Der erste Rundgang

Nach dem Umziehen machte ich mich auf zu einem ersten Rundgang durch Berlin. Dabei wies mir der alles überragende Berliner Fernsehturm den Weg zum Alexanderplatz. Nach ein paar hundert Meter erreichte ich die Spree. Im Außenbereich eines Restaurants habe ich mir erst einmal ein Bier und ein Essen gegönnt. Dabei blies der heftige warme Wind mir ständig die Haare ins Gesicht und vom Nachbartisch die Servietten durch die Gegend. Auf der Spree fuhr ein Rundfahrtschiff nach dem anderen.

Nach wenigen Schritten war ich am Roten Rathaus und dem Neptunbrunnen. Es sind der Meeresgott Neptun und 4 Frauenfiguren dargestellt, die für die Hauptflüsse Preußens stehen. Alle Figuren sind von einer grünen Patina bedeckt, nur die Brüste der Frauenfiguren sind vom vielen Grapschen blank poliert.😯

Plötzlich fiel meine Sonnenbrille zu Boden. Ich trug sie vorher auf dem Kopf in den Haaren. Eine Windböe hatte sie erwischt und war jetzt zerbrochen. Im nächstbesten Kaufhaus fand ich eine neue, wofür ich ewig lange an der Kasse anstehen musste.

Jetzt wurde es Zeit für ein Selfie. Was bot sich am Alexanderplatz mehr an wie die Weltzeituhr mit dem 368 m hohen Berliner Fernsehturm im Hintergrund? Der Wind zerzauste dabei meine Haare ganz fürchterlich.

Mein nächstes Ziel für ein Selfie sollte das Brandenburger Tor sein. Der Weg über „Unter den Linden“ kam mir endlos vor, vor allem weil sich meine Füße wegen der für diesen langen Rundgang nicht optimalen Schuhe bemerkbar machten. 🙁

Vor dem Brandenburger Tor war ich natürlich nicht die einzige mit der Idee für ein Selfie. Der Himmel zog sich immer weiter zu und meine Füße wurden immer schmerzhafter. Ich ruhte mich erst mal auf einer Bank aus, wobei ich mir mit dem Handy den kürzesten Weg zum Hotel suchte.

Platzregen

Auf halben Wege erwischte mich am Spreekanal ein Platzregen.😠 Ich flüchtete mich in das nächstbeste Restaurant. Weil ich nicht die einzige mit dieser Idee war, fand ich zunächst kein Platz mehr in dem Indischen Restaurant. Ich bestellte mir einen Eisbecher. Nachdem der Regen aufgehört hatte, konnte ich meinen Weg zum Hotel fortsetzen. Im Gang vor meinem Zimmer saß eine Gruppe Jugendlicher auf dem Boden. Ich musste über sie steigen. Dabei sagte ich nur: „sonst geht es euch gut“.

Mich traf der Schlag

Am nächsten Morgen traf mich beim Eintreten in den Frühstücksraum des Hotels der Schlag! Der Raum war brechend voll, gerade so, als wenn es Corona nie gegeben hätte.😨 Am liebsten wäre ich gleich wieder umgedreht, aber ich brauche nun einmal ein Frühstück mit Kaffee am Morgen. Es gab keine Tabletts, so dass man alles auf einen Teller stapeln musste und diesen zum Tisch balancieren. Es war gerade ein Tisch frei geworden. Kaum saß ich, war ich auch schon von einer Gruppe Jugendlicher umzingelt. So konnte ich es aber wagen mehrmals zum Buffet zu gehen, ohne dass mein Frühstück vorzeitig abgeräumt wurde.

Mein Seminar begann erst am Mittag, so dass ich Zeit hatte mir die Gegend anzusehen.

Eine Berliner Kollegin hatte mir den Holzmarkt empfohlen. Er befindet sich auf der gegenüberliegenden Seite vom Seminarhaus an der Spree. Der Holzmarkt ist ein genossenschaftliches Stadtquartier. Auf dem Gelände haben sich zahlreiche Künstler und kleinteiliges Gewerbe angesiedelt. Es ist für die Öffentlichkeit rund um die Uhr zugänglich

Am Morgen war jedoch dort noch nicht viel los. Ich bestaunte die aus Müll recycelten Kunstwerke und Gebrauchsgegenstände. Das Bild zeigt eine Statur bestehend aus hunderten von Plastikflaschen.

Seminarbeginn

Jetzt war es Zeit mich zum Seminar zu begeben. Das Gebäude im Spreefeld war schnell gefunden, aber welcher Eingang? Ich war noch zu früh, so dass noch nichts ausgeschildert oder geöffnet war. Eine weitere Seminarteilnehmerin kam hinzu. Unsere Unterhaltung wurde gehört und über uns öffnete sich ein Fenster. Ein Dame, die sich später als unsere Seminarleiterin herausstellte, half uns den richtigen Eingang zu finden.

Das Seminar begann mit einem gemeinsamen Mittagessen, angerichtet von Spreemittag, welches in Weck-Gläsern serviert wurde. Anschließend startenten wir mit einem Gruppenspiel, wobei wir uns kennenlernen sollten. In dem Seminar ging an diesem Tag um „New Work“, also um kürzere und flexible Arbeitszeiten. Ich berichtete dazu, dass es für mich nichts neues ist, weil ich seit fast zehn Jahren per Home-Office arbeite und heute je Woche meinen festen Wellness-Tag nehme.🙂

Während einer Pause unterhielt ich mich mit den Seminarleiterinnen. Ich war nicht nur die älteste Teilnehmerin, sondern auch als Transfrau von besonderen Interesse. Dabei erzählte ich u.a. von meinem Buch. Sie kannten es bereits, denn es sei bei Feministinnen bekannt. Super! 😚

Abendessen

Am Abend gab mir die Seminarleiterin einen Tipp, wo ich zum Abendessen hin gehen könnte. Dabei fragten wir in die Runde, wer mit mir mitgehen möchte. So hatte ich an diesem Abend eine Begleiterin. Wir besuchten das Türkische Restaurant Hasir Kreuzberg, wobei es unmöglich war, die riesigen Portionen aufzuessen. Meine Begleiterin sprach nur wenig Deutsch, so dass wir uns in Englisch unterhielten. Irgendwann habe ich mich als Transfrau geoutet, was aber für meine Begleiterin weiter kein besonderes Thema war.

„Bomben“ in der Nacht

Der nächste Tag war hart für mich. Ich konnte vor lauter Müdigkeit 😴 dem Seminar kaum folgen, denn während der Nacht herrschte im Hotel die pure Anarchie. Jedes mal wenn ich gerade eingeschlafen war, war es so als wenn eine Bombe auf dem Flur vor meinem Zimmer explodiert sei, ganz zu schweigen von der offensichtlichen Party auf dem Flur. Lautes Reden und Türen zuschlagen.😡

An diesem Seminartag ging es u.a. um die Benachteiligung Frauen, wie zum Beispiel Mütter in der Berufswelt.

Später sollte in Gruppenarbeiten Plakate für eine Demo entworfen werden. Meine Gruppe entschied sich für „The Future is female“. Schade, ich hatte mein T-Shirt mit diesem Aufdruck nicht dabei.😮

Das Bild zeigt „unser“ Demo-Plakat. Im Hintergrund die Spree und der Holzmarkt.

Ein weiterer Rundgang

Trotz meiner Müdigkeit machte ich mich am Abend auf zu einem weiteren Rundgang durch Berlin. Ich schaffte es bis zum Pergamon-Museum, aber ohne jegliche Ambition es zu besichtigen. Der Himmel zog sich verdächtig zu, so dass ich es vorzog meine müden Beine in einem Restaurant auszuruhen. Es waren viele Tische frei, aber mit dem Hinweis, sie seien reserviert wurde mir ein einen kleiner Tisch zugewiesen. Mein erstes Berliner Bier in Berlin. Es gab an diesem Abend dann doch keinen Regen.

Der Heimreisetag

Es war Samstag und der Frühstücksraum des Hotels weniger stark frequentiert, doch es war genauso eng wie an den Vortagen weil ein Teil des Frühstücksraums abgetrennt worden war. Das war nicht nur unverständlich, sondern grenzte an vorsätzlicher Dummheit.

Ich blieb so lange wie möglich im Hotelzimmer, denn mein Zug sollte erst nach 13 Uhr abfahren. Und mit meinem Koffer war es unmöglich noch einen weiteren Rundgang zu unternehmen. Ich trödelte zum Ostbahnhof, die S-Bahn kam sofort, so dass ich schon um 11 Uhr am Hauptbahnhof war.

Auf meinem Handy traf eine Meldung der Bahn ein, dass sich die voraussichtliche Abfahrt um etwa 2 Stunden verzögern wird. Wunderbar! Jetzt musste ich 4 Stunden vertrödeln. Im Bahnhof nervte mich das Gedrängel der Leute, außerdem war es mir zu kalt.

Ich ging auf den Bahnhofsvorplatz und setzte mich auf einen der Steinquader, dabei wurde ich ständig von irgendwelchen Typen angequatscht um zu spenden. Bereits vorher wurde im Bahnhof per Durchsagen vor diesen Leuten gewarnt.

Nachdem ich wiederholt angequatscht wurde, platzte mir der Kragen und habe den Typ angeschrien, dass er mich endlich in Ruhe lassen soll.😖

Auf meinem Handy trafen weitere Meldungen ein, dass sich die Abfahrt noch mehr verzögern wird. Vom Bahnhofsvorplatz waren die Regierungsgebäude zu sehen, aber mit meinem Koffer machte es keinen Sinn dahin zu laufen.

Spree mit Regierungsgebäuden

Lange Schlange

Aufgrund der langen Warterei meldete sich meine Blase. Wie zu befürchten war, eine ewig lange Schlange vor der Damentoilette. Nur gut dass ich viel Zeit hatte, andernfalls würde wohl die Gefahr bestehen, dass es in die Hose geht.😳

Glückliches Update

Vor lauter Langeweile ging ich zum Bahnsteig meines Zuges. Dort wurde es immer voller, weil nicht nur mein Zug Verspätung hatte. Endlich wurde auf den Anzeigen mein Zug angekündigt, mit über zwei Stunden Verspätung! Als der Zug einfuhr, wurde das Gedrängel auf dem Bahnsteig richtig schlimm. Jetzt hatte sich das gebuchte 1. Klasse Upgrade richtig gelohnt. In meinem Großraumabteil saßen nur etwa 10 Personen, aber in der 2. Klasse waren laut Durchsage keine Sitzplätze mehr frei.

Kein Lockführer

Zweimal hielt der Zug relativ lange auf Bahnhöfen an, wobei laut Durchsage sich die Weiterfahrt verzögert, weil kein Lockführer da sei. Mit etwa 3 Stunden Verspätung kam ich in München an. Ich musste etwa 5 Minuten auf die S-Bahn warten.

Endlich daheim

Nach dem Einsteigen bestellte ich mir ein Taxi an der der Endstation für 21:15 Uhr. Nach kurzer Fahrt stoppte die S-Bahn wegen einer Störung auf dem Gleis. Wunderbar! Hoffentlich wartet mein Taxi so lange.

Das Taxi wartete auf mich, aber auch bereits die nächsten Fahrgäste. Der Taxifahrer hatte es deshalb sehr eilig. Nach fast 12 Stunden war ich endlich daheim. Im Gefrierschrank fand ich noch etwas, um meinen Magen zu beruhigen.

Ende gut – alles gut

Stromlos

Vor zwei Tagen lang ein Zettel im Briefkasten, dass der Strom ⚡ von 10 bis 16 Uhr abgeschaltet wird. Weil wir seit über einem Jahr in einer Dauerbaustelle leben, waren wir bereits einige Beeinträchtigungen gewohnt. Ein paar Stunden ohne Wasser waren jedoch harmlos gegenüber der Erfahrung stundenlang ohne Strom zu sein.🤔

Arbeiten im Homeoffice unmöglich


Am Morgen vor der Stromabschaltung noch schnell die Kolleginnen informiert, dass ich den ganzen Tag „ausfalle“. Ich konnte deswegen nicht an einer Videokonferenz teilnehmen und eine dringende Projektarbeit nicht fertigstellen. Ohne Strom kein Internet und ohne Internet kein Telefon usw..
Eine Kollegin beschwerte sich später trotzdem, dass sie mich vergeblich versucht hatte anzurufen.😯

Was kann man an einem stromlosen Tag erledigen?

  • Zeitung lesen: ging nicht, weil ich nur die Online-Ausgabe abonniert habe. Radio hören ging auch nicht. Beides war kein wirklicher Verlust, weil es zur Zeit ohnehin nur schlechte Nachrichten gibt.
  • Hausputz ging nicht wirklich, weil der Staubsauger Strom benötigt.
  • Also hatte ich viel Zeit, um meine Fingernägel zu maniküren und frisch zu lackieren, denn dazu braucht frau keinen Strom.

Gegen Mittag kam Hunger auf

Kochen ohne Strom ging nicht.🤔 Im Kühlschrank war zwar genug Salat, aber mir war Salat bestenfalls als Beilage gut genug. Ich habe eine rohe Mohrrübe gegessen und bekam einen schrecklichen Schluckauf.😖 Es war wirklich merkwürdig, denn ich kann mich nicht erinnern, jemals zuvor einen Schluckauf gehabt zu haben.
Also vielleicht nur eine Brotzeit? Zu dumm, meine Brotvorräte waren im Gefrierschrank und an das Auftauen war ohne Strom nicht zu denken.
Vielleicht sollte ich mir beim Metzger eine warme Leberkäs-Semmel kaufen? Doch der nächste Reinfall, denn ich bekam mein Auto nicht aus der Garage, weil das Tor elektrisch angetrieben ist.😈
Ich erwarte Besuch, der wollte sich telefonisch ankündigen, aber mein Telefon war tot und der Handy-Empfang ist im Haus eine Katastrophe. Auch die Haustürglocke geht nicht.
Im Haus wurde es ständig kühler, weil die Heizung nicht ohne Strom funktioniert.

… eine Tasse Kaffee

Ich hatte Appetit auf eine Tasse Kaffee, aber die Kaffeemaschine geht nicht ohne Strom.🙁
Aber zwangsläufig hatte ich viel Zeit für einen Spaziergang zum Supermarkt, um im Backshop eine Tasse Kaffee zu trinken. Vorher wollte ich jedoch mein Makeup machen. So ein Mist, im Bad war es ohne Strom dafür reichlich dunkel.
Unterwegs kam mir eine Radfahrerin mit einer total hässlichen Sonnenbrille entgegen. Ich dachte mir dabei, dass eine Sonnenbrille mir vielleicht das Makeup erspart hätte, aber es schien weit und breit keine Sonne. Und blind wollte ich auch nicht durch die Gegend laufen. 😎
Die große heiße Tasse Kaffee 🍮 hat mir richtig gut getan. Nach einer Stunde war ich wieder zurück. Der Strom war immer noch abgeschaltet, so dass der elektrische Türöffner nicht funktionierte. Glücklicherweise habe ich für diese Fälle einen ganz normalen Schlüssel in meiner Handtasche. Es geht doch nichts über ein gutes altbewährtes mechanisches Türschloss.

Die Erlösung

20 Minuten vor der angekündigten Zeit war der Strom endlich wieder da. Alle Uhren in den Küchengeräten blinkten und der Gefrierschrank nervte mit Piepen, weil er zu warm geworden war.

Diskriminierung von Transfrauen = aller Frauen

Um es vorwegzunehmen, das Thema Diskriminierung war bisher für mich persönlich kein wirkliches Thema. Deshalb an dieser Stelle zunächst ein großes Dankeschön❤ an alle meine Mitmenschen, die mein Frau-sein in keinster Weise infrage stellen.

Was bedeutet „Sexuelle Diskriminierung“?

Es ist die Diskriminierung aufgrund des Geschlechts, wozu auch die sexuelle Belästigung zählt. „Sex“ steht hierbei für Geschlecht. Transfrauen wird zusätzlich das Frau-sein abgesprochen.

Kein Recht auf das Frau-sein?

In den Medien findet man zur Zeit gehäuft Berichte über Feministinnen, die Transfrauen das Recht des Frau-sein absprechen wollen. Besonders schlimm agiert die feministische Zeitschrift Emma gegen die Grünen-Politikerin Tessa Ganserer, die nur aufgrund von Frauenquotenplätzen in den Bundestag eingezogen sei, aber keine „Frau“ sei.😖

Tessa Ganserer setzt sich wie die Ampel-Koalition für eine neue gesetzliche Regelung ein, wonach für die Änderung des Geschlechtseintrags eine Selbstauskunft ausreicht und somit die diskriminierenden Gutachten gemäß dem über 40 Jahre alten Transsexuellengesetz endlich entfallen.👍

Irrsinnige Argumente

Man kann sich mehr als nur wundern, wenn man die Argumente der sogenannten genderkritischen Feministinnen und TERF (trans exclusionary radical feminists) erfährt. Sie behaupten zum Beispiel, dass Transfrauen nur deshalb Frauentoiletten benutzen, um andere Frauen auszuspionieren oder um Frauen zu vergewaltigen. 😮 Ich möchte es meinen Leser:innen ersparen, diesen Irrsinn auch noch zu kommentieren.

Die TERF schaden damit der Frauenbewegung. Anstelle von Gleichberechtigung werden weitere Diskriminierungen geschaffen, was letztendlich zum Festhalten an den alten patriarchalischen Strukturen führt.

Wann ist eine Frau eine Frau?

Eine weitere Argumentation gegen Transfrauen begründet sich auf biologischen Unterschieden. Der Begriff „Frau“ wird dabei als dem „gebärenden Geschlecht“ angehörig definiert. Das bedeutet effektiv jedoch eine Diskriminierung aller Frauen, die aus welchem Grund auch immer kinderlos sind.

Häufig wird eine Anerkennung als Transfrau davon abhängig gemacht, ob eine geschlechtsangleichende OP durchgeführt wurde. Dies betrifft einerseits jedoch nur die äußeren Geschlechtsmerkmale. Andererseits wurde vom Bundesverfassungsgericht das Recht auf körperliche Unversehrtheit bestätigt, so dass eine OP keine Voraussetzung für eine Personenstandsänderung ist.

Eine moderne Definition des Begriffs „Frau“ erfasst alle, die sich selber so definieren. Also das Selbstbestimmungsrecht.

Intersexualität

Die sexuelle Diskriminierung beginnt oftmals bereits nach der Geburt. Alleine anhand dessen, was sich zwischen den Beinen befindet erfolgt eine geschlechtliche Bestimmung. Aber wenn dies nicht eindeutig ist, wurde operativ eingegriffen, alleine deshalb nur, um keine Ausnahmen von der binären Geschlechtereinteilung zu dulden. Diese Menschen erfahren erst später von ihrer Intersexualität.

Frage: Wenn sie als Frau sozialisiert wurden, aber nicht gebärfähig sind, haben sie dann kein Recht sich als „Frau“ zu bezeichnen? Ich denke, dass kein ernsthafter Mensch dies fordern kann. Aber gemäß der o.g. Definition wäre es so.😖

Wenn Intersexuelle sich nicht mit dem zugewiesenen Geschlecht identifizieren, dann können sie heute mit einem einfachen Antragsverfahren vor dem Standesamt ihren Personenstand ändern lassen.

So weit, so gut. Aber warum werden Transgender diskriminiert?

Transsexualität

Bei Transgendern ist es vergleichbar wie bei Intersexuellen. Ihnen wird ebenfalls nach der Geburt ein Geschlecht zugewiesen. Sie spüren aber oft bereits in ihrer Jugend eine Geschlechtsdysphorie 1). Sie haben keine Chance ihre Sozialisierung zu korrigieren. Und genau das wird Transfrauen wiederum zu Last gelegt, um ihnen damit das Recht auf das Frau-sein abzusprechen.

Transgender benötigen aufgrund des aktuellen Transsexuellengesetz für ihre Personenstandsänderung ein Gerichtsverfahren mit umfangreicher psychiatrischer Begutachtung, was letztendlich eine sexuelle Diskriminierung bedeutet. Intersexuelle benötigen dagegen nur ein Antragsverfahren vor dem Standesamt. Dies ist ein Verstoß gegen das Gleichbehandlungsgebot (Artikel 3) im Grundgesetz, wozu bereits eine Klage vor dem Bundesverfassungsgericht eingereicht wurde. Weil Betroffene ihre geschlechtliche Identität nicht selbst bestimmen können, wird ihnen ein wesentliches Menschenrecht verweigert.

Keine selbstgewählte Diskriminierung

Eine Transfrau definiert sich nicht als Frau, um bewusst die sexuelle Diskriminierung einer Frau zu erfahren, wie zum Beispiel die schlechtere Bezahlung oder Aufstiegschance bei gleicher Qualifikation. Ganz zu schweigen ein Opfer von Misogynie / Frauenhass / Transphobie zu werden. Eine Transfrau sucht einzig und alleine einen Ausweg aus ihrer Geschlechtsdysphorie.


1) „Geschlechtsdysphorie“ beschreibt den Leidensdruck Betroffener, wenn diese unter einer fehlenden Übereinstimmung der körperlichen Geschlechtsmerkmale mit dem Geschlechtsidentitätserleben leiden

Claudias Jahresrückblick 2021

Das Jahr 2021 begann völlig deprimierend. Aufgrund des Lockdowns mit viel Einsamkeit. Weil es mir so langweilig war, habe ich den Jahreswechsel verschlafen. Warum auch nicht , denn was bedeutet schon der Jahreswechsel? Es wird ein neuer Kalender aufgehängt und eine neue Steuererklärung wird fällig. Es war kein Ende der Pandemie in Sicht. Das war wohl kein wirklicher Grund zum feiern – oder?

Nicht enden wollende Bauarbeiten

Das gesamte Jahr über war vor dem Haus eine Baustelle. Erst wurden Leitungen in der Straße verlegt, dann alle Bäume und alles andere Grün entfernt um den Bach in einen öden Kanal umzubauen. Jetzt gibt es keine Forellen und Krebse mehr. Auf der Straße hat man die Wahl zwischen Staub und Schlamm.

Baustelle vor dem Haus im April

Winterspaziergang

Anfang Januar: Viel Schnee und Sonnenschein. Die Gelegenheit für einen Winterspaziergang. Zu den Bildern in meinem Blog.

Weibliche Perspektiven

Vom Frauennetzwerk des Radelclubs wurde ein Online Treffen zum Thema „Weibliche Perspektiven … “ angeboten. Klar, dass ich teilgenommen habe. Schon alleine für ein wenig Abwechselung im Lockdown.

TüV fällig

Schon wieder waren zwei Jahre vorbei und der TüV Termin für mein Elektroauto fällig. Ich hatte mir online einen Termin reserviert, wobei der blöde Hinweis kam, dass ich auch eine Abgasuntersuchung buchen müsse. Wie bitte? Eine ASU für ein Elektroauto?

Heizung defekt

Mitte Januar: Irgendwie war es den ganzen Tag nicht besonders warm in der Wohnung. Als ich am Abend zu Bett gehen will, ist es in Bad eiskalt. Ich gehe hinunter in den Heizungskeller um nach dem Rechten zu schauen. Keine Störung, aber auf der Anlage ist kein Druck. Selbst ist die Frau und füllt einfach Wasser nach. Oh Schreck ! Plötzlich rinnt ein Bach mit brauner Dreckbrühe fast über meine Füße. Der ganze Heizungskeller wurde geflutet. Mit einem Lumpen versuche ich die ekelhafte braune Dreckbrühe aufzuwischen. Inzwischen friere ich nicht mehr. Die Quelle der Dreckbrühe versiegt endlich. Ich lege mich völlig entnervt ins Bett. 😒

Am nächsten Morgen suche ich elektrische Heizlüfter, damit die Wohnung nicht zu stark auskühlte. Anruf bei einem örtlichen Heizungsbauer, er hat Mitleid und kommt recht schnell. Er öffnet den Brennraum des Heizkessels und schon war die Bescherug zu sehen: der Heizkessel war durchgerostet.

Zu blöd, ausgerechnet mitten im Winter. Es musste schnellstens ein neuer Heizkessel her, also keine Chance um in Ruhe eine alternative Heizung auszuwählen. Zunächst wurde ein elektrisches Notheizgerät installiert um zu verhindern, dass das Haus unbewohnbar kalt wird.

Das Haus war während der nächsten Tage eine einzige Baustelle, Es ging zu wie in einem Taubenschlag. Die Handwerker waren überall beschäftigt. Nach zwei Tagen war der neue Heizkessel installiert und das Frieren hatte ein Ende.

Termin beim Endrokrinologen

Anfang Februar: Seit etwa einem Jahr war ich jetzt in der Hormonersatztherapie (HET). Wieder einmal war eine Untersuchung bei meinem Endrokrinologen fällig, um sicher zu sein, dass die HET keine Nebenwirkungen hat. Bluttest, Brutdruck, Gewicht, allgemeines Befinden usw.. Alle Werte waren bestens.

Ein „Gutes“ hatte der Lockdown: die sonst regemäßigen Gaststättenbesuche entfielen, so dass ich kaum noch Fleisch gegessen habe. Auch wenn ich jetzt keine Vegetarirerin geworden bin, meine Gesundheit dankt es mir.

Die erste Radtour 2021

Ende Februar: Raus aus dem Home-Office – rauf auf’s Bike. Eine Tour mit meinem mittlerweile 15 Jahre alten MTB Fully 🚲. Mein eBike hatte Pause. Es war auf jeden Fall so eine viel sportlichere Radtour. Denn mit dem eBike kann schließlich jede*r Rentner*in fahren.😏

Selfie auf dem Gelände von „Kunst und Natur“

Ausbilderin bei einer Online Schulung

Mitte März: Ich hatte mich bereit erklärt, für die Mitglieder des Münchner Radelclubs eine Online-Schulung durchzuführen, denn ich war stolz, mein Wissen weitergeben zu können. Es nahmen an dem Abend etwa 20 Leute teil. Die Online-Schulung verlief deutlich besser wie ich es in meinem Blog „Die Videokonferenz“ beschrieben habe.

Mein Liegerad wieder entdeckt

Ende März: Seit fast 12 Jahren habe ich mein Liegerad. Während der letzten Jahre bin ich jedoch relativ wenig damit gefahren. Also war es an der Zeit, wieder einmal eine Runde damit zu fahren.

Im Hintergrund des Fotos die Bayerischen Alpen

Im Verlauf des Jahres habe ich das Liegerad dann wieder öfters genutzt. Ich vergesse nicht, wie ein jüngerer Radfahrer sich abmühte, um mit meinem Tempo mitzuhalten. Ich habe ihm dann das „Erfolgserlebnis“ gegeönnt, mich zu überholen. Dabei rief er mir zu: „Mütterchen, dein Teil geht gut ab“. Mütterchen hätte er mich nicht nennen dürfen! Ich habe in anschließend einige Kilometer weit vor mit her gescheucht und dabei zugerufen, warum er so langsam vor mir her fährt?

Meine erste Impfung

Mitte April: Endlich war es so weit, der erste Termin für meine COVID Impfung. Beim zweiten Anlauf im Impfzentrum klappte es dann. Mehr dazu in meinem Blog „Mein Impfdrama„.

Pool-Eröffnung

Anfang Mai: meine Nachbarn bauten wieder den Pool auf. Ich konnte es nicht erwarten endlich wieder ‚rein zu steigen. Leider war das Wetter 2021 nur selten gut genug um zu baden.

Was ist schöner wie ein Pool im Garten?

2020 konnte ich oft in den heimischen Seen baden, aber 2021 nur ein einziges Mal während einer Radtour im Walchensee. Seit dem Ende des Lockdowns habe ich fast jede Woche einmal die Therme am Kochelsee besucht.

Öffentliche Videokonfrenz

Mitte Mai: An einem Sonntag Nachmittag hatten wir vom lokalen Radelclub zu einer öffentlich Videokonferenz zum Thema „Radverkehrspolitik“ eingeladen. Ich hatte dabei die Aufgabe der Moderatorin.

Reise zu meiner Mutter

Ende Mai: Endlich war es wieder möglich zu reisen. Ich hatte aufgrund der Pandemie meine Mutter jetzt 1 ½ Jahre lang nicht mehr gesehen. Ihr 88. Geburtstag war deshalb für mich der Anlaß einer Bahnreise.

Selfie im ICE

Wieder zurück daheim hatte ich meinen zweiten Impftermin.

Im Garten blüht die Bienenwiese, hier ein Foto mit dem Geburtstagsstrauß von meinen lieben Kolleg*innen

Fahrsicherheitstrainings

Mitte Juni: Gemeinsam mit meiner Radelclub-Freundin konnten wir erstmalig in 2021 zwei Fahrsicherheitstrainings durchführen.

Fahrübungen , alle mir nach …

Der erste Termin 2021 im Friseursalon

Ende Juni: Der Lockdown wollte kein Ende nehmen und meine Haare waren schrecklich. Endlich war es wieder möglich einen Friseursalon zu besuchen. Ein neue hellere Haarfarbe mit Stränchen war angesagt.

Selfie im Spiegel des Friseursalons

Arbeitstreffen auf Burg Rieneck

Anfang Juli: Seit Anfang des Jahres war ich Mitglied der deutschlandweiten Arbeitsgruppe IT, zu der wir uns bisher nur online trefen konnten. Endlich hatten wir die Gelegenheit zu einem persönlichen Treffen auf Burg Rieneck im Spessart. Ich verband die Reise mit einem Kurzurlaub bei meiner Mutter. Die Bahnfahrt war wieder einmal chaotisch. Meine Schwester war so lieb um mich am Zielbahnhof abzuholen. Ich musste ihr mehrmals eine neue Zeit für meine Ankunft mitteilen.

Für die Fahrt zur Burg Rieneck hatte ich dann einen Leihwagen. Das Arbeitstreffen verlief sehr produktiv. An einem Abend nahmen wir an einer Führung auf den Turm der Burg teil. In völliger Dunkelheit erfuhren wir die schreckliche Geschichte von Kunigunde.

Mit meinen Kolleg*innen der Arbeitsgruppe auf Burg Rieneck

Wieder zurück bei meiner Mutter galt es jeden Abend eine Unmenge an Himbeeren zu ernten. Auch eine Fahrt zu einem großen Textil-Einkaufszentrum stand auf dem Plan, wo ich einen tollen Bikini fand.

der Sommer kann kommen

Wieder daheim, am Abend ein Regenbogen.

Dauerbaustelle fertig

Ende Juli: Nach 2 Jahren hatte ich endlich die Überdachung der Terrasse wieder fertiggestellt. Das Holz hatte ich bereits im April bestellt. Es hatte eine lange Lieferzeit und war mittlerweile deutlich teurer geworden.

Betriebsausflug

Anfang August: Bei unserer Arbeit dreht sich alles um das Radfahren, also war es selbstverständlich, dass wir unseren Betriebsausflug mit Fahrrädern durchführten. Wir trafen uns am Büro in München und fuhren an der Isar entlang bis nach Wolfratshausen. Zwischendurch eine fröhliche Einkehr in Grünwald.

In der Großhesseloher Brücke, es wurde von beiden Seiten fotografiert

Eröffnung des Oberfränkischen Marienradweges

Anfang August: Seit einem Jahr hatte ich an der Ausschilderung und Beschreibung des Oberfränkischen Marienradweges mitgearbeitet. Mehr dazu findet ihr auf der Website von Oberfranken Offensiv . Auf einer insgesamt 580 km langen Radtour werden 52 Marien-Heiligtümer besucht.

Die Eröffnugsfeier des Pilger-Radweges fand unter der Teilnahme kirchlicher und politischer Prominenz in einer Kapelle östlich von Bamberg statt.

Erinnerungsfoto mit „meinem“ Muster-Wegweiser

Nach der Eröffnugsfeier nutzte ich die Gelegenheit zu einem Treffen mit den Aktiven des Forchheimer Radelclubs.

Nach unserer Arbeitsbesprechung luden sie mich in einen Bierkeller ein. An dieser Stelle noch einmal ein Dankeschön für die tolle Gastfreunschaft. Ich habe dabei viel über das Fränkische Bier gelernt.

Im Fränkischem Bierkeller, das Bier habe ich aber nicht alles alleine getrunken 😌

Auto zu klein? Nein!

Mitte Aufgust: Ich hatte lange mit der Entscheidung für den Kauf eines Fahrradträgers für mein Elektroauto gezögert, jetzt aber hatte ich eine Lösung gefunden. Mehr in meinem Blog „Auto zu klein? Nein!„.

Fahrrad zu groß oder Auto zu klein?

auf der der Marienbrücke bei Wolfratshausen

Fahrrad-Sternfahrt nach München

Anfang September: Anläßlich der Internationalen Automobilausstellung (IAA) organierte der Münchner Radelclub als Protest gegen das „Green Washing“ eine große Fahrrad-Sternfahrt. Ich war bereits seit Anfang des Jahres an der Planung für eine Route aus dem Münchner Süden beteiligt. Zwei Tage vor der Sternfahrt fand ein Treffen mit der lokalen Polizei statt. Ich hatte für die Demo die Rolle einer stellvertretenden Versammlungsleiterin.

Am Tag der Sternfahrt herrschte regnerisches Wetter, so dass sich nur relativ wenige Teilnehmer einfanden. Unsere Route führte über eine Bundesstraße fast 40 km weit bis zur Münchner Theresienwiese, wo eine Kundgebung stattfand. Für uns, die Helfer gab es auch eine Brotzeit.

Aut dem ersten Abschnitt hatte man den Eindruck, dass mehr Polizei wie Radfahrer dabei waren. Bis zur Ankunft in München hatte sich dann ein fast unendlich langer Zug von Radfahrern gebildet.

Als Ordnerin bei der Sternfahrt

Auf der Heimfahrt kehrten wir ein, so dass es bei meiner Ankunft daheim bereits finster war. Auch wenn das Wetter nicht optimal war, so war es trotzdem ein unvergesslicher Event.

Wieder kein Oktoberfest

Wahlsonntag: Spaziergang zur Wahlurne im Dirndl. Das ganze Jahr über gab es keine andere Gelegenheit mich ins Dirndl zu zwängen.

Ende September: Voller Optimismus hatte ich mit meinen Freundinnen bereits Anfang des Jahres geplant, dass wir gemeinsam auf das Münchner Oktoberfest gehen. Sie konnten dazu bei mir übernachten. Das Oktoberfest wurde leider wieder einmal abgesagt. Wir wollten uns trotzdem treffen, um gemeinsam etwas zu unternehmen.

Wir besuchten während dieser Zeit das Bauernhausmuseum Glentleiten, die Therme am Kochelsee, das Museum der Phantasie am Starnberger See und fuhren mit der Seilbahn auf die Karwendelspitze bei Mittenwald.

Ich musste mir dabei beweisen, dass ich fit genug bin, um bis zum Gipfelkreuz zu klettern. Kurz unterhalb musste ich jedoch aufgeben, weil es wegen der vielen anderen Bergwanderer zu eng wurde.🤔

auf der Karwendelspitze

Das geheime Leben der Bäume

Ende Oktober: Bisher waren alle gebuchten Seminare meines Bundesfreiwilligendienstes storniert worden. Jetzt fand endlich eins statt. Ich konnte dazu daheim übernachten und täglich mit meinem Elektroauto zum Ammersee fahren.

am Ufer des Ammersees

Ich war dabei die „Senior-Bufdi“, denn neben mir nahmen etwa 15 jüngere Bundesfreiwillige am Seminar teil. Es herrschte eine tolle Stimmung. Als Transfrau stand ich im Mittelpunkt des Interesse. Das Seminar fand überwiegend im Wald des BUND-Naturschutzzentrums in Wartaweil statt, wobei ich viel über Wald und Bäume lernte. Am letzten Abend trafen wir uns am Lagerfeuer. Weil ich nach Haus fahren musste, verlies ich die Runde vorzeitig. Dabei passierte es, dass ich aufgrund der Dunkelheit im Wald über einen Baumstamm stolperte. Ich hatte Glück und erlitt keine wirklichen Verletzungen. Nachher ist frau schlauer, warum nur hatte ich nicht mein Handy als Lampe verwendet?

Bauertheater

Mitte November: Ein Freund vom Radelclub hatte mit eine Eintrittskarte für die Loisachtaler Bauernbühne e.V. reserviert. Der Zutritt war nur gemäß den 2G Regeln möglich. Gespielt wurde die bayerische Komödie „Ma konns oafach koam recht macha !“. Ich habe selten so gelacht wie an dem Abend.

Ich bin „geboostert“

Anfang Dezember: Endlich hatte ich meinen Termin für die dritte Impfung. Ich hätte mich bereits vier Wochen früher boostern lassen, aber da hieß es noch, dass sechs Monate seit der letzten Impfung vorbei sein müssen. Kaum hatte ich entlich die Impfung hieß es, dass die sechs Monatsfrist nicht mehr gilt.😯 Mehr in meinem Blog.

frisch geboostert

es nutzte mir erst einmal nicht viel, denn erst 2 Wochen später war vor meinem wöchentlichen Besuch in der Therme kein Test mehr notwendig 😒

Weihnachten 2021

Im Grunde genommen geht mir der „Weihnachtszirkus“ auf den Geist. Alles Christliche ist verloren gegangen, nur Kommerz ist angesagt und wenn Erwachsene an den Weihnachtsmann glauben, dann muss ich mich an’s Hirn langen. Geht’s noch? Was bleibt, das ist die Gelegenheit zu einem Treffen im Kreis der Familie oder lieben Freunde und Kollegen. Aber wieder einmal bestimmte die Pandemie das Leben.

Das zweite Mal konnte ich über Weihnachten meine Mutter nicht besuchen. Wieder einmal fielen alle Weihnachtsfeiern aus oder fanden ersatzweise digital statt. So auch fand die Weihnachtsfeier mit meinen Kolleg*innen in der „Virtuellen ADFC Welt“ statt. Wir erhielten dazu vorher ein „Weihnachtsschmankerlpaket“ mit exotischen Spezialitäten, wie Hummus, Empanadas, Dal und Pulver für „Goldene Milch“. Den besten Glühwein aller Zeiten habe ich mir selbst gebraut. Während der digitalen Weihnachtsfeier wurde auch ein Online-Spiel durchgeführt. Mich verärgerte es nur, entweder sah ich nur ätzende Werbung oder war im falschen Spielerteam angelangt.

Das schönste Weihnachtsgeschenk war eine Weihnachtspost von meiner lieben „Chefin“ mit u.a. einer Schokolade mit der Aufschrift: „Für die beste Mitarbeiterin der Welt„. Ich bedankte mich bei der besten Chefin der Welt. Wir verstehen uns super und sie war es, die mir vor Jahren Mut machte, während meiner Wandlung zur Claudia den Job anzunehmen.

Am ersten Weihnachtsfeiertag traf ich mich mit meinen „Kindern“ zu einem Abendessen in einem Japanischen Restaurant in München. Es war eine wirklich tolle Alternative zu den sonst üblichen Weihnachtsessen. Vor allem viel gesünder.

Sylvester

Der letzte Tag des Jahres 2021 war echt ungewöhnlich: das Thermometer zeigte für die Jahreszeit Rekordtemperaturen. Dazu endlos blauer Himmel. Also die Gelegenheit für eine ausgiebige Radtour. Wenn schon , dann auch richtig sportlich mit dem Mountainbike.🚲 Die tiefstehende Sonne war unangenehm. Nach 2 1/2 Std. war ich völlig verschwitzt wieder daheim.

Kaum dass ich mich nach dem Duschen wieder angzogen hatte , stand meine Nachbarin vor der Haustür. Ob sie etwas Brennholz haben könne? Sie möchte am Abend ein Feuer im Garten machen. Ich war überrascht und hatte ihr nicht nur den Wunsch erfüllt, sondern mich auch gleich selber eingeladen. Wir verabredeten uns für 20 Uhr. Wir verbrachten dann unter sternenklarem Himmel den Sylvesterabend am Lagerfeuer.😎

Kurz vor Mitternacht verflog meine gute Laune schlagartig: trotz Böllerverbot war die Hölle los. Es gibt so viele Idioten, denen Gesundheit und Umwelt am A… vorbei geht 😕

Ich bin „geboostert“

Heute zeige ich euch meine „kalte Schulter“ mit dem Zeichen meiner dritten Impfung.

Es war dieses Mal völlig einfach und schnell 👍:
◼ online ein Termin reserviert,
◼ vor dem Impfzentrum keine Warteschlange,
◼ freie Wahl des Impfstoffes,
◼ ein kleiner Picks (den man nicht wirklich spürt),
◼ 10 Minuten Ruhepause,
das war alles.😎
Und den digitalen Impfnachweis konnte ich auch sofort aktualisieren. 📱

Wie bei jeder Impfung spure ich keine Nebenwirkungen. Ich denke, dass hat auch viel mit der persönlichen Einstellung zu tun. Ich glaube an das Gute der Impfung und mein Körper dankt es mir.❤

Ich habe damit Solidarität bewiesen und einen kleinen Beitrag geleistet, damit die Pandemie endlich ein Ende findet. Leider gibt es immer noch Menschen 😈, die durch ihre Uneinsichtigkeit dazu beitragen, dass Unschuldige infiziert werden, die Intensivstationen überfüllt sind und somit lebensnotwendige Operationen verschoben werden müssen. 😢

Warum ist das „Boostern“ so wichtig? Die frischen Antikörper haben das Potential eine Infektion im Keim zu ersticken. Jeder Infizierte, der das Virus eliminiert, bremst seine Verbreitung.

Auto zu klein? Nein!

Das Umweltbewusstsein

Bisher habe ich die Meinung vertreten, dass Frau ihr Fahrrad 🚲 nicht mit dem Auto 🚗transportieren muss, denn Radtouren beginnen an der Haustür oder das Fahrrad kann bei Bedarf mit der Bahn transportiert werden.

Auch zeugt der Transport eines Fahrrads mit den Auto von keinem besonders hohen Umweltbewusstsein. Denn es ist ein Widersinn betreffend der Idee des gesunden und umweltfreundlichen Radfahrens. Mein diesbezüglich schlechtes Gewissen hält sich jedoch in Grenzen. Dank meines kleinen Elektroautos ⚡ belaste ich die Umwelt nur mit einem Bruchteil von dem, was SUVs verursachen.

Zeiten und Einstellugen ändern sich

Früher hat es mir nicht viel ausgemacht, um zu einem 20 km entfernten Treffpunkt zu radeln uud anschließend mit Freund*innen noch einen 50 km eine lange gemeinsame Radtour zu unternehmen. Heute hat meine Kondition spürbar nachgelassen, was unter anderem ganz offensichtlich nicht nur eine Folge des Alters, sondern vor allem meines hormonbedingten Muskelabbaus ist.🙄

Ich hatte lange mit der Entscheidung für den Kauf eines Fahrradträgers gezögert, weil für mein kleines Elektroauto so gut wie keine passenden Fahrradträger angeboten wurden. Im Internet fand ich einen Universal-Fahrradträger, der für unzählige Autotypen passen sollte. Also bestellte ich ihn kurz entschlossen, obwohl er mit 250€ relativ teuer war.

Unzuverlässiger Packetdienst

Die Lieferung sollte an einem späten Freitag-Vormittag erfolgen. Ich blieb deswegen daheim um die Lieferung annehmen zu können. Aber bereits vor dem angekündigten Liefertermin erhielt ich eine Email, dass man mich nicht angetroffen habe und der Zustellversuch deswegen erfolglos gewesen sei.😮 Auch meine Nachbarn warteten an diesem Tag vergeblich auf eine Zustellung. Wieder einmal hatte der Packetdienst, der sich nach dem griechischen „Schutzgott des Verkehrs, der Reisenden, der Kaufleute und der Hirten“ benennt enttäuscht.
Die Zustellung sollte einen Tag später wiederholt werden. Trotz des schönen Wetters musste ich noch einmal auf den Packetdienst warten.🙁 Am Nachmittag kam er dann endlich. Wieder war ein ganzer Tag verloren …

Die erste Montage

Der Fahrradträger wurde in einen 12 kg schweren Karton geliefert. Er enthielt mindestens 100 Einzelteile, wie Rohre, Schienen, Gurte, Schrauben, Gummiteile, usw. . Ich musste mich durch unzählige Skizzen arbeiten, um zu verstehen, wie das alles zusammengeschraubt werden sollte.

Nach fast zwei Stunden „Puzzle“ war es so weit, dass ich das „Gebilde“ ein erstes Mal an meinem Auto probieren konnte. Die Befestigung am Auto war wirklich mysteriös. Die Skizzen zeigten, dass man bei geschlossener Heckklappe an sechs Gurten mit den Farben red, green und yellow ziehen soll??? 😯

Ich konnte es kaum glauben, aber der Fahrradträger war anschließend relativ sicher an der Heckklappe angeschnallt. 👍😎

Mein völlig verdrecktes Bike

Jetz kam der spannende Moment, in dem ich das erste Mal mein Bike🚲 auf den Fahrradträger stellte.
Problem Nr. 1 war, dass mein Bike völlig verdreckt war. Der Dreck der Radtouren von mindestes einem Jahr. Dummerweise trug ich bei dieser Arbeit eine helle Bluse 👚 . Sie war anschließend reif für die Wäsche.😟
Problem Nr. 2 war, dass ich das Bike etwa einen Meter hoch heben 💪 muss und dabei mit den Rädern genau in die Trägerschiene treffen muss. Echt schweißtreibend. Aber Radfahren ist Sport.
Problem Nr. 3 war, dass der Fahrradträger offensichtsichtlich für Rennräder, aber nicht für die dicken Rahmenrohre meines MTB konzipiert war. Irgendwie klappte es dann doch, das Bike ausreichend sicher zu fixieren.

Endlich fertig

Das Foto zeigt das Ergebnis meiner etwa 3-stündigen Schrauberei. Jetzt freue ich mich auf den stark erweiteren Radius meiner Radtouren.😁

Jetzt dachte ich, dass ich mit meinem völlig verdreckten Bike endlich in die Autowaschstraße komme 😎, aber … 😔

Links zum Thema Trans*

Datum der letzten Aktualisierung: 21,5.2022

Mein Ehrgeiz ist es eine der längsten / umfangreichsten Link-Sammlungen zum Thema Trans* zu erstellen.😎 Vieles davon habe ich während der Recherchen für mein Buch gesammelt.

Für den Inhalt der verlinkten Websites ist nicht die Autorin dieser Website, sondern sind ausschließlich die Betreiber / Verfasser der verlinkten Websites verantwortlich. Die Autorin ist dankbar für Hinweise auf ungültig gewordene Links. Diese Link-Sammlung wird bei Bedarf aktualisiert. Schaue deswegen hin und wieder vorbei.


Politik & Rechtliches

Antidiskriminierungsstelle des Bundes: Häufig gestellte Fragen zum Thema trans*

Antidiskriminierungsstelle des Bundes: Geschlecht und Geschlechtsidentität – Frauen, Männer, trans* und inter* Personen dürfen weder im Beruf noch im Alltag benachteiligt werden. 👍

Transwelt.Online – Die Seite ist ein Hilfsmittel für Arbeitgeber und Vorgesetzte, aber auch für Mitarbeiter/innen die eine/n Transgender als Kollegen/in haben. 👍✅

So schwer wird Transsexuellen die Namensänderung gemacht 🙁

Ein Gesetz, das Menschen krank macht – Vor 40 Jahren trat ein Gesetz in Kraft, das erstmals regelte, wie transidente Menschen ihre Geschlechtsidentität amtlich feststellen …

Gutachter:innen bringen Transidentität mit sexuellen Abartigkeiten in Verbindung – Das teils verfassungswidrige Transsexuellengesetz zwingt Transmenschen, sich teure Gutachten einzuholen. Die Gutachten lesen sich mitunter haarsträubend.😟

LSVD: Ratgeber zum Transsexuellengesetz (TSG) – Namens- und Personenstandsänderung

LSVD: Für wen ist §45b Personenstandsgesetz? Verfassungsklage gegen BGH-Urteil eingereicht

BMI: Gesetz zur Änderung der in das Geburtenregister einzutragenden Angaben

PDF Mangold, Markwald, Röhner, Gutachten § 45b PStG

Transsexuelle nutzen Gesetzeslücke 😁

Änderungen im Geburtenregister: Ärzte dürfen nur Bescheinigungen für Personen mit Varianten der Geschlechts­entwicklung ausstellen

Grünenpolitikerin Tessa Ganserer ist Mitglied des Bayerischen Landtags und fordert die Abschaffung des Transsexuellengesetzes.

Tessa Ganserer tritt an, die mächtigste Queerpolitikerin des Landes zu werden – … will endlich das Transsexuellengesetz abschaffen. Deshalb ist sie nun auf dem Weg, als erste trans Person in den Deutschen Bundestag einzuziehen 👍👍👍

Transgender-Frau Tessa Ganserer muss mit Männername auf Wahlzettel

Erste transgender Bundestagsabgeordnete? Tessa Ganserer wird aber von einem alten Gesetz ausgebremst

Absurd hohe Hürden – Bis heute behandelt der Staat Menschen, die sich im „falschen Körper“ geboren fühlen, ungerecht und hartherzig. 🙄

Transgender – Warum der Pass psychisch krank machen kann – Für die seelische Gesundheit von Transgender-Menschen spielt offenbar auch eine Rolle, ob ihr bevorzugtes Geschlecht in ihrem Pass steht.

Geschlechtsbezeichnungen: Divers, aber nicht divers genug – In Deutschland gibt es das „dritte Geschlecht“ und die Möglichkeit, gar nichts eintragen zu lassen im Pass. Aber nicht alle können das ändern.

Transgender Ergänzungsausweis (Deutsche Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität e.V.)

Trans* und Inter* – Selbstbestimmung für alle – Das veraltete Transsexuellengesetz muss abgeschafft werden. Leider ignoriert die Bundesregierung seit Jahren diese Missstände.

Debatte über Transsexuellengesetz Farbe bekennen geht anders

Debatte um Selbstbestimmungsgesetz: Freiheit, die für alle gilt

SZ: Gender-Debatte: Vom Verschwinden der Frauen

SZ: Gender: Schafft die Frauen ab Gehören trans Frauen auf Frauenquotenplätze? Und was ist eigentlich eine Frau? Im Streit darüber geht es um Ansehen, Geld und Macht. Aber es gibt eine einfache Lösung

Was das Selbstbestimmungsgesetz für Betroffene bedeutet hätte – Der Bundestag hat einen Gesetzesentwurf abgelehnt, der es trans Personen erleichtern sollte, Namen und Geschlechtseintrag zu ändern.

Antrag der Linken im Bundestag – Bessere Gesundheitsversorgung von trans Personen

Tagesspiegel: Ein sicheres Gesundheitssystem für trans* Menschen schaffen

TGEU is a member-based organisation created in 2005. Since then, TGEU has kept growing and established itself as a legitimate voice for the trans community in Europe and Central Asia

Trennung und Scheidung wegen Transsexualität / Geschlechtsumwandlung

Transidentität am Arbeitsplatz – zufrieden – ausgegelichen – angekommen

Deutschlandfunk: Kostenerstattung einer Geschlechtsumwandlung – Schnellere Hilfe für Transsexuelle – Für Transsexuelle in Deutschland ist es ein langer Weg bis zu einer Geschlechtsumwandlung.

Tagesschau: Argentinien – Eine Quote für Transmenschen

BR24: Transgeschlechtliche Menschen erleben viel Diskriminierung

SZ: Nürnberg führt queeren Badetag ein

SPD: #GegenGewaltAnFrauen – Thema: Zwangssterilisation von Transgender-Personen

TAZ: Gruselgeschichten vom Mädchenklo – Die Ampel verspricht trans-inklusive Gesetzesänderungen. Ein Anlass für Konservative Stimmung gegen eine systematisch bedrohte Minderheit zu machen.

Transgender-Personen und intersexuelle Menschen vor Gewalt schützen

TAZ: Diskriminierung von trans Menschen: Das Gegenteil von unsichtbar


Medizinisches

Gendertreff e.V. Selbsthilfeorganisation für Transgender: TRANS* UND MEDIZIN

Prof. Dr. Udo Rauchfleisch: Medizinische Einordnung von Trans*identität – Trans*menschen haben über die Zeit hin ein sehr wechselvolles Schicksal erlebt.

YouTube: Der Psychiater Dr. Szukaj über Transsexualität und über seine Arbeit mit transsexuellen Menschen

Transsexualismus – Diagnose, Behandlung und Begutachtung

Transformationsbegleiter – Wie Ärzte Transsexuelle sinnvoll begleiten – Von Matthias Wallenfels

Medizinische Versorgung von Transgender-Personen – Gefährliche Diskriminierung

Hormone ja, Operation nein – Wer sich nicht mit dem Geschlecht identifiziert, mit dem er geboren wurde, kann große Probleme mit der Krankenversicherung haben.

Gesine Meyer und Jörg Bojunga, Frankfurt- Gegengeschlechtliche Hormontherapie bei Transsexualität

Christin Löhner: Das Hormon-Ersatz-Therapie 1×1 (HET)

Nicole Faerber – Hormone – Einer der meist geäußerten Wünsche von Trans* Menschen ist der Wunsch nach gegengeschlechtlichen Hormonen.

Hormontherapie bei Transsexualität

Aus Wikipedia: Feminisierende Hormontherapie

Wenn die Pubertät mit Medikamenten unterbrochen wird

Thailand: Das boomende Geschäft mit den Mann-zu-Frau-OPs

OCEAN CLINIC: Brustchirurgie Mann-zu-Frau

Schönheitsklinik Dr. Funk: Brustaufbau zur Feminisierung des Körpers

BRANDEIS Clinic – Brustvergrößerung (eine persönliche Empfehlung der Autorin) ✅

Cevtan Taskov hat am Klinikum Erding eines der deutschlandweit wichtigsten Zentren für geschlechtsangleichende Chirurgie aufgebaut. Ein Gespräch über den Leidensdruck seiner Patienten und darüber, wie eine Operation ihnen helfen kann, im richtigen Körper anzukommen.

„Geschlechtsumwandlung“ in München-Planegg – endlich im „richtigen“ Körper

www.mooci.org: Transsexualität (Geschlechtsangleichende Operation)

Störungen der Geschlechtsidentität und Geschlechtsdysphorie bei Kindern und Jugendlichen – Informationen zum aktuellen Forschungsstand – 2019 Deutscher Bundestag Wissenschaftliche Dienste

Bericht zum Kongress Transsexualität im Spannungsfeld zwischen Genderqueer und Gesellschaft – 2017 – Vereinigung- Transexuelle- Menschen e.V.

Transsexuelle haben ein erhöhtes Thrombose-Risiko

Geschlechtsangleichende Hormontherapie bei Geschlechtsinkongruenz

Regenbogen-Portal – Möglichkeiten körperlicher Geschlechtsangleichung

Klinikum Stuttgart – Endokrinologie – Transsexualität

University of California – Information on Estrogen Hormone Therapy

Mayo Clinic – Feminizing hormone therapy

MedicalNewsToday – How will estrogen hormone therapy affect the body?

How does hormone therapy affect heart health in transgender people?

www.aerzteblatt.de: Transgender und Intergeschlechtlichkeit: Schwerer Weg im Spitzensport


Erfahrungen & Informationen 

Claudia Redeker: Mein langer Weg zur Frau … endlich so leben, wie es meine Seele schon immer verlangte – Das Buch der Autorin dieser Websites

Livia Prüll: Transidentität und Diversität – Buch „Trans* im Glück“ Geschlechtsangleichung als Chance – Autobiographie, Medizingeschichte, Medizinethik 👍

Felicia Ewert: „Trans. Frau. Sein. – Aspekte geschlechtlicher Marginalisierung. “ – Das Buch beschreibt bestehende Diskriminierungsmechanismen, die sich gegen transgeschlechtliche Menschen richten.😯

Kerstin F. Wolff: Mein Leben im wirklichen Ich – Trans*gedanken in Trans*gedichten (Buch)

sz-magazin: Die gute Bäuerin – Die Geschichte von Stefanie L., die fast fünfzig Jahre lang in einer Welt aus Schweinen, Landmaschinen und ­Jodelvereinen lebte – im Körper von Stefan L.

Linda Engel: Aus den sehr persönlichen Notizen nach dem Geständnis meines Mannes, dass er ab und zu gerne Frau ist

jetzt.de: Laura hat ihr Geschlecht beim Standesamt ändern lassen – Und fühlt sich jetzt unglaublich erleichtert

FAZ: Fremd im eigenen Körper – Menschen mit Trans-Identität führen oft jahrelang ein Doppelleben

spektrum.de: Geschlechtsumwandlung macht zufriedener 👍

VICE: Transfrauen erzählen, wie die Hormonersatztherapie ihre Sexualität verändert hat

Die Östrogentherapie bei Transgender-Frauen stärkt das Gedächtnis, stärkt die Sinne und stärkt die motorischen Fähigkeiten 😎

Trans* Menschen sind mehr als: „Hast du noch/schon deinen Penis?“

Geschlechterrollen – Es ist nicht gut, wenn man immer die Schere im Kopf hat

sueddeutsche.de: Gespräch über Transsexualität: Das Gehirn ist ein Geschlechtsorgan

sz-magazin: Warum soll ich verheimlichen, wer ich bin? Die eine wurde als Mann geboren, der andere als Frau

Man kann das Geschlecht eines Menschen nicht von außen erkennen

Das eigene Geschlecht – Was macht eine Frau zur Frau? Und was einen Mann zum Mann?

www.zeit.de: Geboren im falschen Körper – Trans* ist, wer sich dem biologischen Geschlecht nicht zugehörig fühlt. Das ist kein Spleen

chrismon – Das Evangelische Magazin: Transgender

sueddeutsche.de: Hohe Schuhe erlaubte der Chef erst, als sie offiziell eine Frau war

www.welt.de: Transidentität im Job – „Wenn man beide Leben voll leben muss, ist das extrem anstrengend“

www.deutschlandfunk.de: Ich bin trans. Sicher?

Erst Junge, jetzt Frau: Gigi Spelsberg ist transsexuell. Ein langer Prozess,

Dokumentarfilm: „Wenn ich groß bin, werde ich ein Mädchen“

GLAMOUR: Als sich mein Mann entschied, eine Frau zu werden

EMMA: Wie politisch korrekt ist Transgender?

Die CDU ist eine Volkspartei und Transpersonen wie ich gehören zum Volk

Als Transgender zu reisen, ist nervenaufreibend und gefährlich 😮

Warum du die Doku „Disclosure“ sehen solltest – Sie zeigt, wie trans* Menschen in Hollywood lange nur als Witzvorlage dienten – und auch, warum sich das ändern muss.

Ivett Ördög ist in Ungarn als Mann registriert, eine Änderung im Pass verbietet das Gesetz.

Wie Corona das Leben von transgeschlechtlichen Menschen verändert 😥

Trans- und homophobe Aggression: Gesellschaftlich verankerter Hass 🤔

Trans Menschen, wie erlebt ihr Berichterstattung über euch?

Transgender-Frau Lucy über die Geschlechts-OP: „Das ist brutal, ich habe jeden Tag geweint“ 😢

Anne und Alexandra – unser Leben – 2000-2007

Ina & Karin Zwei Transsexuelle Frauen schreiben über ihr Leben

Ishana’s Homepage – Informationen über mich und meinen Werdegang

Mein Name ist Jeanette und bin eine Frau, geboren im falschen Körper. Ich schreibe über mein Leben als Transsexuelle mit Tagebuch und Ratgeber

Emma Klum – Eine Frau mit einer Variante der Geschlechtsentwicklung berichtet aus ihrem Leben

Ich bin Anna – Ich bin transsexuell. Dies ist meine Geschichte.

Transgender Jennifer: Angekommen im Leben als Frau

Vom Pri­vi­leg, eine trans Frau zu sein

Transfrau teilt erniedrigendes Erlebnis am Flughafen: „Ich hatte immense Angst“ 😯

Sie schob ihr Outing 35 Jahre auf. Nun berät die Schulleiterin andere Transpersonen 👍

Wir feiern die Sichtbarkeit von trans* Menschen

Perfekt ist langweilig: Der harte Alltag von Trans-Menschen in der Gastronomie

Diese Aktivistin kämpft in ihren Fast-Food-Restaurants für Transgender-Rechte

Für viele Männer sind Transfrauen Fantasien, die sie hinter verschlossenen Türen ausleben

Transgender Geschichten – Wattpad – Die beliebteste soziale Plattform der Welt zum Geschichtenerzählen

Trans Menschen in der Ukraine: Kein Mann und trotzdem zum Bleiben gezwungen


Erfolgreiche Trans*

Transsexual Women’s Successes: Links and Photos

New Health Advisor – Transgender Surgery and Hottest Transgender Before and After Pictures

10 Most Fierce Transgender Models

Transgender models who are changing the industry

Caitlyn Jenner: So sieht ihr neuer Alltag als Frau aus

Erste Transgender-Kommandeurin in der Bundeswehr

LAURA JANE GRACE: „Wenn Punk nicht Grenzen niederreißt, was dann?“

US-Senat – Transgender Rachel Levine als Vizeministerin bestätigt

Sue Y. Nabi: Die erste Transfrau an der Spitze eines Konzerns

Lina Axelsson Kihlblom: Erste Transgender-Ministerin für Schweden

Transfrau bei „Miss Universe“

Germany’s Next Topmodel: „In erster Linie bin ich eine Frau“

Transgender-Model Alex ist „Germany’s Next Topmodel“

Transgender Promis: Diese Stars stehen offen zu ihrer Transsexualität

Diese Stars sind Transgender

Wie es ist, die einzige Transfrau im Profi-Motorsport zu sein

SZ: Den Blockbuster „Matrix“ drehte die Regisseurin Lana Wachowski noch als Mann. … Ein Porträt.


Wissen

Wikipedia: Portal:Transgender, Transsexualität und Geschlechtervielfalt

Wikipedia: Transgender Day of Remembrance (20.November)

gofeminin: Mann, Frau – egal: Was jeder von uns über Transgender wissen sollte

Was und wer sind transidente Menschen?

SWR: Video Was es heißt, transgender zu sein – Der weite Weg zum richtigen Geschlecht

Definition und Entwicklung des Transgender-Begriffs und das Leben als Transgender

Transsexualität – Fremd im eigenen Körper

Wie mensch über Transgender spricht – Die Transgender-Debatte tobt, nur die Begriffe geraten dabei oft durcheinander.

Hormone im Mutterleib können transsexuell machen

Hormone im Mutterleib beeinflussen Transsexualität

Transsexualität entsteht schon im Mutterleib

Transsexualität zeigt sich im Hirnscan – Trans-Frauen haben männliche Genitalien, doch ihr Gehirn ähnelt eher dem von Frauen – und bei Trans-Männern ist es umgekehrt.

Study shows structural variations in the brain of transgender individuals

Transidentität ist keine Frage der Hormone

Was bedeuten Begriffe wie Transgender, Transidentität, Trans*, etc.?

Frauenparadies: Transgender – (K)ein Fashion-Trend?

Mann, Frau – oder…

Zwischen Mann und Frau

Video auf Facebook: Deswegen kann man Transidentität nicht am Gehirn erkennen

Trans-Ident e.V._ Warum Männer Frauen sein wollen – Das Rätsel um die Transsexualität ist nach wie vor nicht gelöst.

Hormone – Artikelsammlung von n-tv.de zum Thema Hormone

Wie Stimmen im Gehirn wirken – Areal für soziale Urteile entdeckt

Stimmtraining für Transgender „Komplett verändern lässt sich die Stimme nicht“

Jobeinstieg divers: Wie bewerbe ich mich als Transgender?

Junge, Mädchen oder was?

„Trans-Trender“: Gibt es einen Hype um Transgender?

Das Geburtstagsgeschenk meiner Hausärztin

Wie jedes Jahr nähert sich der Tag, an dem ich vor vielen Jahren das Licht der  Welt erblickte. Und wie jedes Jahr wird erwartet diesen Tag besonders zu feiern. Doch dieses Jahr sollte alles anders werden. Nein, nicht weil ich es so wollte. Schon seit geraumer Zeit treibt ein Virus auf unserem Planeten sein Unwesen. Es herrscht Ratlosigkeit, wie man dem Virus begegnen kann. Alle klammern sich an die Zahlen eines Institutes. Mal dürfen Geschäfte öffnen, ein anderes Mal dürfen sie  es nicht. Veranstaltungen finden seit langem nicht mehr statt. Private Feiern mit meinen Freundinnen durchzuführen ist verboten. Einzig die freie Meinungsäußerung bietet noch die Gelegenheit eine Versammlung anzumelden.

Was mache ich nur?

In meinem Kopf fing es an zu arbeiten. Sollte ich die Feier meines Geburtstages als Versammlung anmelden?  Die Teilnehmer*innen wären ja eigentlich meine Gäste. Brauchen sie dann einen tagesaktuellen Test, welcher dann aussagt, ich bin virenfrei? Täglich verfolge ich die Nachrichten. Immer wieder ändern sich die Vorschriften. Mal werden andere Versammlungen nicht genehmigt. Bei andern Versammlungen soll die Teilnehmerzahl beschränkt werden.

Ein neues Problem stellt sich mir. Wie viele Teilnehmer*innen darf ich anmelden? Mir fällt gerade Dornröschen ein. Die dreizehnte Fee durfte nicht mit zur Geburtstagsfeier, weil ein dreizehntes Gedeck fehlte. Für mich auch ein unlösbares Problem, wen lade ich aus.

Wenige Tage vor meinem Geburtstag erhielt ich einen Anruf unserer Hausärztin. Sie möchte meine pflegebedürftigen Eltern besuchen. Genau einen Tag vor meinem Geburtstag. Jetzt wo ich beschlossen hatte die Feier abzusagen. Besser keine Gäste, dachte ich, als einige Freundinnen und Freunde auszuladen.

Wie schon geschrieben beherrscht diese Virus unser Leben. Es ist Wissenschaftlern gelungen ein Serum zu entwickeln, welches das Virus schwächt. Nur ist es nicht in ausreichender Zahl verfügbar. So erinnerte ich mich nicht mehr daran, einmal mit meiner Hausärztin darüber gesprochen zu haben. Und jetzt wolle sie ausgerechnet, wo  mir jede Lust an Feiern vergangen war, einen Tag vor meinem Geburtstag bei mir vorbeikommen. Sie meinte nur, „Ich habe  eine Überraschung für sie.“

Was sollte diese Überraschung sein?   Nun ist war es so weit. Der Tag an dem die Ärztin kam. Ich entdeckte nichts besonderes an Ihr. Wo ist die Überraschung, von der sie am Telefon gesprochen hatte. Wie immer hatte sie nur ihren Arztkoffer mit. Ich bat sie ins Wohnzimmer. Da waren auch meine Eltern, welche ich auch noch zur Pflege betreue.

Die Impfung

Wir setzten uns an den Wohnzimmertisch. „Ich darf sie heute gegen den Virus impfen.“, sprach sie. „Sind sie damit einverstanden?“, war ihre Frage an meine Eltern und an mich gerichtet. Hier war sie, die Überraschung. Auch ich bekam jetzt an diesem Tag die Impfung. Damit war es möglich meinen Geburtstag zu feiern. So wurde die Impfung durch meine Hausärztin zu einem Geburtstagsgeschenk.

Mein „Impfdrama“

Ich wurde geimpft

Man kann das derzeitige hin und her wegen des Corona Impfstoffes und des schleppenden Impffortschritts fast nicht mehr ertragen. Ich hatte gehofft, dass ich vor dieser Problematik verschont bleiben würde. Ich wollte nur möglichst schnell geimpft werden, damit wieder normale Zeiten einkehren.😏

Aber bei uns muss alles kompliziert sein …

Die Online-Registrierung

Aufgrund der ständigen schlechten Nachrichten zum Impffortschritt hatte ich nicht mit einem kurzfristigen Impftermin gerechnet und mich deswegen auch erst relativ spät für die Impfung registriert.

Während der Registrierung sollen verschiedene Fragen zu Erkrankungen beantwortet werden. Aufgrund der medizinischen Fachausdrücke kann jedoch kein Normalbürger die Fragen wirklich richtig beantworten. Ich wusste nicht, ob und wie ich Angaben zu meinem Tumor und meiner Hormontherapie machen sollte. 😒

Auch die Angabe einer Handy-Nummer war Pflicht. Ich besitze zwar ein Handy, aber es ist während des Lockdown relativ nutzlos, da ich daheim keinen Funkempfang habe. Ohne diese Angabe war keine Online-Registrierung möglich.

Wer nur, hat sich diesen Schwachsinn ausgedacht?

Der Anruf

Umso größer war meine Überraschung, als ich etwa zwei Wochen nach meiner Registrierung über mein Festnetztelefon ein Anruf vom Impfzentrum erhielt. Man wollte mit „Claudia“ sprechen
– ja, die bin ich
– oh
– ob ich einen Impftermin am folgenden Tag annehmen möchte?
– Ja, gerne
😊
Fast im gleichen Moment piepte mein PC, weil eine Email mit der Terminbestätigung ankam. Dann wurde mir noch erklärt, was ich alles mitzubringen habe.

Ich ließ alle Arbeit liegen, um mich auf den Impftermin vorzubereiten. Ich suchte dazu auch die Beipackzettel meiner Medikamente. Schande über mich, ich las sie das erste Mal. In einem dieser Zettel stand, dass in sehr seltenen Fällen Thrombosen auftreten können. Genau davon stand doch jetzt auch so oft etwas als Nebenwirkung der Impfungen in den Medien.😮

Ich war glücklich

Ich war jedoch glücklich, dass ich so unverhofft schnell geimpft werde. Meiner Kollegin schrieb ich, dass ich sie vor Freude umarmen könnte 🤗, was vom Home-Office aus leider nicht möglich war. Sie antwortete: „sei gedrückt“.😊

Meine Schwester gab mir den Rat, mich so anzuziehen, dass ich ganz schnell den Oberarm frei machen könne. Dazu müsst ihr wissen, dass meine Schwester in einem Impfzentrum arbeitet und oft daran verzweifelt, wenn sie mitansehen muss, wenn vor allem Männer es nicht  schaffen, sich schnell aus- und anzuziehen. Hat ihnen ihre Mama das nicht gelernt?🙄

Aufregung um Nichts

Der Tag der Impfung war gekommen. Ich war etwas aufgeregt, obwohl es eigentlich keinen wirklichen Grund dafür gab. Wahrscheinlich war ich auch nur deswegen aufgeregt, weil nach einem halben Jahr Lockdown endlich etwas anderes passierte.

Endlich hatte ich wieder einen Grund für ein schönes Make-up. Mit viel Haarspray gelang es mir meine Lockdown Frisur 👩‍🦱 zu bändigen.

Ich traute meinen Augen nicht

Eine halbe Stunde vor meinem Termin fuhr ich los zum etwa 10 km entfernten Impfzentrum. Glück gehabt, denn ich fand einen der letzten freien Parkplätze. Riesige Banner wiesen den Weg zum Eingang des Impfzentrums (ein ehemaliges Krankenhaus).

Dort angekommen traute ich meinen Augen nicht.😯 Ich musste mich am Ende einer langen Schlange einreihen. Das konnte dauern! Damit es den Wartenden nicht langweilig wurde, verteilten Security-Leute Aufklärungsmerkblätter zur Schutzimpfung. Zu meinem Glück gab es keine weiteren Schneeschauer, denn ich hatte keinen Regenschirm dabei.

Nach etwa 10 Minuten hatte ich mich mit der Menschenschlange bis zum Eingang des Impfzentrums vorgearbeitet. Drinnen führte ein Security die Kontrolle durch, ob man auch wirklich angemeldet war. Die Dame vor mir hatte keinen Termin vereinbart. Ich dachte mir, wie kann man nur so naiv sein? Im Impfzentrum sah ich erst einmal nur viele wartende Menschen. Ein Security zeigte mir den Weg in einen Warteraum, wo noch zwei Stühle frei waren.

Der QR-Code

Alle paar Minuten kam ein Security in den Warteraum und stelle die Frage, wer bereits einen „QR-Code“ hat? Ich verstand dabei nur „Bahnhof“, was soll das für ein QR-Code sein? Leute mit solch einem Code durften ihm folgen.

Etwas später durfte ich dem Security auch ohne QR-Code folgen. Er führte mich zu einem Anmeldetresen. Dort wurden meine Daten geprüft und ich musste diverse Formulare unterschreiben. Jetzt bekam ich auch ein Formular mit einem QR-Code.😎

Nun durfte ich vor einer Tür warten, die in ein ehemaliges Krankenzimmer führte. Die Tür war mit „Impfkabine“ beschriftet.🤔

Die Anamnese

Nach etwa fünf Minuten wurde ich aufgerufen. In der „Impfkabine“ erwartete mich ein Arzt und an einem Computer ein junger Assistent. Auf dem Tisch lag bereits die für mich vorgesehene Impfspritze.

Der Arzt schaute sich meine Unterlagen an und stellte mir Fragen zu meinem Befinden. Dabei sagte ich unter anderem, dass ich nicht immer eine Frau war und deswegen Hormone einnehme. Sofort änderte sich das Gesicht des Arztes in das eines Überraschten. Er wollte genaueres zu den Medikamenten wissen. Ich reichte ihm die vorsorglich mitgebrachten Beipackzettel.

Das Risiko sei zu hoch

Der Arzt meinte jetzt, dass das Risiko zu hoch sei, mich wie vorgesehen mit dem Vaccine AstraZeneca zu impfen.😯 Meine Medikamente wären ja genauso, wie die Pille bei jungen Frauen. (wer es noch nicht gehört hat, bei einigen wenigen Frauen waren nach der Impfung Thrombosen aufgetreten).

Der Arzt rief mit den Worten „wir haben hier wieder eine Kontraindikation“ eine Ärztin aus dem Nebenzimmer herein. Ich sollte der Ärztin folgen. Sie änderte meine Daten und gab mir einen neuen Termin für den nächsten Tag, wobei ich mit dem Vaccine BionTech geimpft werden sollte.😥

Recht gehabt

Wieder daheim berichtete ich meinen Freundinnen von meinem nicht stattgefundenen „Impf-Erlebnis“. Sie hatten mich vorher gewarnt, dass ich mich keinesfalls mit dem Vaccine AstraZeneca impfen lassen solle. Ich hatte das jedoch relativ „schmerzlos“ gesehen, denn das Risiko an Covid zu erkranken ist viele tausendmal höher wie die potenziellen Nebenwirkungen. Jetzt hatten sie Recht gehabt.👍

„Nebenwirkungen“ ohne Impfung

Am Abend hatte ich noch eine Videokonferenz. Anschließend brummte mir der Schädel.😫 Wenn ich geimpft worden wäre, dann wäre wahrscheinlich bei mir Panik ausgebrochen, weil ich meine Erschöpfung als Nebenwirkungen der Impfung interpretiert hätte. Ich war jedoch nur ziemlich erledigt von der Aufregung und Arbeit des Tages.

Ein neuer Anlauf

Am nächsten Morgen ging es mir wieder besser. Zwei routinemäßige Arztbesuche standen zunächst auf meinem Plan. Dann am Mittag war mein neuer Impftermin. Aufgrund der Erfahrung des Vortages machte ich mich 10 Minuten früher auf den Weg. Wieder hatte ich Glück und die letzte freie Parklücke entdeckt.

Vor dem Impfzentrum traute ich meinen Augen nicht. Aber anders wie befürchtet, waren außer den Security-Leuten keine Wartenden zu sehen. Ich konnte gleich hineingehen, ohne Warten und ohne neue Formulare, direkt bis vor eine „Impfkabine„.

Warum standen am Vortag die Leute Schlange und heute waren fast keine da?

Eine neue Anamnese

Nach einem kurzen Moment wurde ich in die „Impfkabine“ hineingerufen. Eine Ärztin und der gleiche Assistent vom Vortag empfingen mich. Er hatte mich gleich wiedererkannt, was mich nicht weiter verwunderte, denn als Transfrau bin ich nun einmal etwas „besonderes“ 😉.

Die Ärztin nahm sich auffällig viel Zeit für mich. Anders wie am Vortag kam auch mein Tumor zur Sprache, wegen dem ich vor Jahren operiert wurde. Sie meinte, dass ich deswegen eigentlich in eine höhere Risikogruppe gehöre. Auch sprachen wir kurz über mein Buch.😎 

Die Impfung

Jetzt sollte ich meinen Oberarm frei machen, den linken, weil ich Rechtshänderin bin. Von der Impfung habe ich absolut nichts gespürt. Ich sollte noch einen Moment lang einen Tupfer auf die Einstichstelle halten, was aber nicht wirklich notwendig war. Ich zog meinen Pullover wieder an, bedankte und verabschiedete mich vom netten Impfteam.

Die Ärztin empfahl mir eine Zeit lang im Wartezimmer zu sitzen, bevor ich heimfahre. Ich nutzte die Zeit für ein paar WhatsApp „I got my Vaccine“😊 an meine Freundinnen.

Jetzt sind neun Stunden seit der Impfung vergangen und ich spüre keine Nebenwirkungen. Anderes hatte ich auch nicht erwartet, denn es ist effektiv nichts anderes wie die jährliche Grippe-Schutzimpfung.

Warum könnte das alles nicht einfacher sein? 

Die Ernüchterung

Jetzt habe ich meine erste Impfung. Nach etwa zwei Wochen soll ich gegen Covid ausreichend immun sein. In sechs Wochen ist der zweite Termin.

Aber was habe ich effektiv von der Impfung? Der Lockdown gilt derzeitg auch für mich weiter. Zu groß wäre der Neid der noch nicht geimpften. Aber wart ihr auch auf mein erhöhtes Risiko neidisch?

Es geht dabei nicht um Sonderrechte für bereits geimpfte, sondern um die Rückkehr zu den vom Grundgesetz garantierten Rechten.

Also muss ich weiterhin im Home-Office arbeiten und darf weiterhin kein Schwimmbad oder Restaurant besuchen.😔 Ich alleine habe während der letzten Monate geschätzte 1000€ „gespart“, weil Restaurants geschlossen waren. Zu gerne würde ich jetzt die notleidende Gastronomie unterstützen, aber das wird wohl erst wieder erlaubt sein, wenn der letzte Wirt pleite ist …


Die Videokonferenz

Homeoffice und kein Ende des Lockdown in Sicht. Die Einsamkeit im Homeoffice wird gelegentlich durch eine Videokonferenz abgelöst. Aber was wie eine Erlösung klingt, ist leider oft ein Fluch der Technik. Oder ist es ein Fluch der Pandemie, denn fast überall läuft seit Monaten nichts planmäßig?

Eine Videokonferenzs ist die Gelegenheit wieder einmal die Kolleg*innen zu sehen und gesehen zu werden. Frau fühlt sich dabei beobachtet und kann nicht widerstehen trotz Homeoffice wieder einmal etwas Makeup aufzutragen und die Haare zu stylen. Dabei fällt auf, dass der Haaransatz schon wieder ein Stück weiter heraus gewachsen ist. Aber es hilft nichts, die Politik zeigt kein Mitleid. Frau muss zu ihrer verwilderten Frisur stehen.

Zehn Minuten vor der Videokonferenz wird der Laptop hochgefahren und auf dem Schreibtisch positioniert. Auch das Licht muss optimal sein, denn sonst wäre alle Arbeit für Makeup und Haarstyling für die Katz gewesen. Der Lohn sind Komplimente von Konferenzteilnehmern, wie dass ich „die am besten beleuchtete Teilnehmerin“ gewesen sei. So etwas freut Frau dann. Ja, dann noch die Frage der Kleidung. Anders wie bei einer Präsenz-Besprechung spielt sie während einer Videokonferenz keine wirkliche Rolle. Es sei denn, man setzt sich etwas entfernter vor die Kamera, so dass der Oberkörper mit ins Bild kommt.

Jetzt wird es spannend. Welches Tool wurde für die heutige Konferenz gewählt? Reicht der Internet Browser oder ist wieder einmal die x-te App zu installieren? Nach dem Klick auf den Link in der Einladungs-Email öffnet sich vielleicht im Internet Browser ein Fenster. Dann ist der Name und das Konferenz-Passwort einzugeben.

Häufig passiert aber absolut gar nichts. Also keine Reaktion auf weitere Mausklicks oder zum Beispiel die Meldung , dass ich mich nicht mit einem Geschäftskonto anmelden kann. Wieso Geschäftskonto? Es ist eine dienstliche Besprechung und kein Privatvergnügen! Schlimmer noch, die Meldung beweißt, wie wir ausspioniert werden.

Ich wiederhole den Anmeldeversuch. Das gleiche Ergebnis. Ich versuche es in voller Verzweifelung mit einem privaten Konio. Ich soll die Email-Adresse mit einer Pin verifizieren. Aber ich finde keine Möglichkeit die Pin einzugeben. Die Software könnte von Politikern entwickelt worden sein …

Ein Blick auf die Uhr. Die Konferenz beginnt jeden Moment. Verzweifelt versuche ich die Option über eine App teilzunehmen, die aber erst installiert werden muss. Nach weiteren langen Minuten die Erfahrung, dass sich die App nicht installieren lässt. Es wird ein ewig langer Installations-Log gezeigt, aber darin ist nicht der Grund des Problems zu erkennen. Es kann aber auch passieren, dass der Rechner neu gestartet werden muss. Wenn es „Kleinweich“ will, dann ist ausgerechnet jetzt ein Windows Update nicht zu hindern. Das kann dauern …

Mit viel Glück gibt es die Option, alternativ per Telefon teilzunehmen. Eine ewig lange Telefonnummer und ein Meeting Kode sind einzugeben. Als Folge des immer größerer werdenden Stress vertippt man sich prompt und muss wieder von vorne beginnen. Dann ist es eine Qual, sich ewig lange das Telefon ans Ohr zu klemmen. Die Lust auf die Teilnahme schwindet …

Warum kam man sich nicht endlich auf einen Videokonferenz-Standard einigen? Ganz offensichtlich steckt dahinter die gleiche Unfähigkeit, die uns noch immer im Lockdown einsperrt.

Wenn jedoch die Anmeldung zur Videokonferenz geklappt hat, dann hat Frau die letzte Gelegenheit noch einmal die Kamera und die Akustik zu testen. Keine Gnade für die Frisur beim Aufsetzen des Headset. Das Mikrofon ausrichten und eine Sprechprobe. Okay, der Computer hört mich und ich sehe mich auf dem Bildschirm.

Jetzt nur noch der Klick auf „dem Meeting beitreten“. Schon sieht Frau, wer alle bereits im virtuellen Konferenzraum wartet. Erwartungsvolle Augen blicken mich aus vielen kleinen Fensterchen an. Ich begrüße sie, doch sie geben mir Zeichen , dass sie mich nicht hören. Wann lerne ich es endlich, die Stummschaltung des Mikrofons zu deaktivieren, bevor ich sprechen will?

Nach und nach füllt sich der virtuelle Konferenzraum. Es ist beruhigend zu sehen, dass auch die anderen Teilnehmer*innen massive Probleme mit der Technik haben. Die Konferenz wird eröffnet. Nach den einleitenden Worten der Konferenzleiterin dürfen sich alle Teilnehmer*innen kurz vorstellen. Zu blöd , ausgerechnet ich darf den Anfang machen: „Ich bin die Claudia und …“.

Die Diskussion nimmt ihren Lauf. Einiges ist wieder einmal nicht zu verstehen, weil der Ton ständig aussetzt, oder nur schlimme Störgeräusche zu hören sind. Offensichtlich sind viele Videokonferenz-Neulinge dabei, die kein Headset benutzen oder ihr Mikrofon nicht stumm schalten können. Ein tolles Konzert aus grausamen Echos, Kindergeschrei, Hundegebell, Toilettenspülung und klappernden Geschirr ist zu hören. Das blöde Konferenz-Tool bietet der Konferenzleiterin offensichtlich keine Möglichkeit. diese Leute stumm zu schalten.

Einige Konferenzteilnehmer hören sich offensichtlich selber gerne reden, sie quatschen endlos und überlassen niemand anders das Wort. Egal, ob es zum Thema der Besprechung passt oder nicht. Warum nur greift die Konferenzleiterin nicht ein? Warum wird mein Handzeichen für die Wortmeldung ignoriert? Ich bin offensichtlich die einzige, die versucht. sich an die Videokonferenz-Regeln zu halten.

Ich verliere mehr und mehr die Lust an der Teilnahme. Warum nur tue ich mir das an? Mir wird langweilig. Ich beobachte die anderen Teilnehmer*innen. Einige fühlen sich unbeobachtet und beschäftigen sich gelangweilt mit anderen Dingen. Hier wird der Schreibtisch aufgeräumt und dort mit dem Hund gespielt. Ich schalte die Kamera aus und hole mir aus der Küche etwas zum Trinken. Daran hätte ich eigentlich vor der Konferenz denken können, aber es schadet nicht, sich zwischendurch die Beine zu vertreten.

Wieder zurück sehe ich auf dem Bildschirm, dass endlich jemand anders das Wort ergriffen hat. Ich setze das Headset auf und aktive meine Kamera. Dumm gelaufen. Ausgerechnet während meiner Abwesenheit wurde abgestimmt und ich konnte mich nicht beteiligen.

Die geplante Konferenzdauer wurde inzwischen hoffnungslos überschritten, als die Konferenzleiterin endlich das Ende ankündigt. Doch dabei begeht sie den Fehler, indem sie in die Runde frägt, ob noch jemand etwas sagen möchte? Wieder droht die Diskussion aufzuflammen. Die Ersten melden sich von der Videokonferenz ab. Ich winke den verbleibenden zu und klicke ebenfalls auf „das Meeting verlassen“.

Abschied aus der Videokonferenz